2004
nico – sphinx aus eis

hessischer rundfunk

Vogue, Dylan, Delon – bekannte Namen begleiteten den Weg der Sängerin Nico. Durch Andy Warhols Protektion wurde sie Sängerin von “Velvet Underground”. Und zerbrach am Drogenkonsum.

Nico, Sängerin von “Velvet Underground”

“Regenbögen aus Altöl Pfauengefieder im Teerschwarz Ibizas / Das Chromsilber der Stoßstange voller Blut die Kotflügel / am Steuer der Tod mein Rad Keine Notrufsäule.”

Christa Päffgen alias Nico  – einzige deutsche Pop-Ikone von Weltrang – wird auf ihrem Rad von einem Auto angefahren und liegt sterbend in einem Straßengraben auf Ibiza. In einem rauschhaften Monolog lässt Werner Fritsch Stationen ihres Lebens noch einmal Revue passieren: ihre Kindheit, das ausgebombte Berlin vor Augen, die Karriere als Photomodell bei Coco Chanel, Schauspielerin in Fellinis “La dolce vita”, Mutter eines Kindes von Alain Delon, Geliebte von Brian Jones und Bob Dylan, schließlich Muse von Andy Warhol, der sie zur Sängerin der legendären Band “Velvet Underground” macht. In einer kühnen Umkehrung des Orpheus-Mythos versucht sie, zwischen Leben und Tod delirierend, Jim Morrison, die große Liebe ihres Lebens, aus der Unterwelt heraufzubeschwören.

“Dein Blut wird schwarz münden o sanfter Charon Heroin / ich komme Jim deine Sphinx aus Eis auf dem Feuerthron / die Welt in Stücke zu schlagen mit dem Herzen.”

Die Produktion 
Regie: Werner Fritsch
Schnitt: Ursula Potyra
Musik: Sam Auinger
Ton: Brunhild Thomas/Helmuth Schick
Mitwirkende: Corinna Harfouch

Redaktion: Peter Liermann

Länge: 56’55

Eine Produktion von Hessischer Rundfunk / Südwestrundfunk 2004