1982
winterkinderzeit

salzburg, linz, wien, münchen (AT,DE)

das vorliegende projekt winterkinderzeit setzt sich aus drei verschiedenen komponenten zusammen: a – poetischer text, b – adäquate illustration, c – soundtrack, in dem sich a und b reflektiert. durch diese synthese soll dem leser, betrachter und hörer, im sinne eines projektteilnehmers die möglichkeit geboten werden, folgende kombinationen a, b, c,  – a+b, a+c, b+c, sowie a+b+c quasi als kopffilm (cinéma cérébral) aufzunehmen. winterkinderzeit markiert also auf drei assoziationsebenen (wort, bild, ton) so viele eckpunkte, um dem projektteilnehmer die noch fehlenden ebenen wie geruch und bewegung der obhut seiner eigenen wahl und geschmacklichkeit anzuvertrauen und vermittelt somit einen verhältnismäßig genauen einblick in die assoziationswelt der fiktiven, lou genannten hauptfgur, die die ungewöhnlichlichsten situationen durchlebt, episoden im tagesablauf eines bizarren menschen, der vom hundertsen ins tausendste gerät und die daraus entstehenden probleme auf seine nur ihm spezifischen weise zu lösen versucht.

paris, ende november 1984
H.C. Artmann