2004
grenzenlos

oberösterr. landesausstellung 2004

Sagen gingen früher von Mund zu Mund; an laangen Winterabenden erzählte man sie beim Spinnen oder Flachsbrennen. So wurden sie von Generation zu Generation weitergegeben. Im Gegensatz zum Märchen besitzen Sagen einen historischen Kern, schildern eine für wahr gehaltene Begebenheit. Im Lauf der Zeit wurden sie ausgeschmückt und umgestaltet. Sie beziehen sich immer auf landschaftliche Eigentümlichkeiten und lassen sich zumeist lokalisieren: So hauste etwa ein Drache in einer Höhle bei Laufen oder eine Hexe trieb ihr Unwesen bei Fürstenzell. Oft spiegeln sich in den Sagen die Ängste und Sorgen der kleinen Leute, denen durch übernatürliche Kräfte geholfen wird: einmal ist es eine hilfreiche Wasser nixe, ein anderes Mal der Teufel, den es gilt mit Bauernschläue zu überlisten.

CD zur Landesausstellung:
wissenschaftliche Leitung: Dr. Elisabeth Vavra

Texte: alle Texte der CD (ausser 2,9,28) aus Niederbayrische Sagen. Gesammelt und wiedererzählt von M. Waltinger.Straubing. Ortholf u. Walther Verlag, 1927. Mit freundlicher Genehmigung von SüdOst Verlag, Waldkirchen.
Der Kampf mit dem Drachen zu Laufen im Oberland (2) aus: Die schönsten Sagen aus Österreich, o.A., o.J.
Das Wurstmännchen (9) aus: Sagen und Skizzen aus dem Steigerwald, Klarmann, J.L. und K. Spiegel, (Hrsg.): Gerolzhofen, Teutsch &Vollmuth. 1912. Mit freundlicher Genehmigung von Franz Teutsch Druck & Verlags GmbH, Gerolzhofen

komponiert und produziert von Sam Auinger und Hannes Strobl
Sprecher: Albert Frank, Elisabeth Grünwald, Richard Höllerbauer, Gerd Thaller, Waltraud Starck
Gestaltung: Daniel Scheffler
Dank an: Doris, Eva, Gerd, Gerald, Isabella, Manfred, Tania, Wolfgang, Uschi