(c) gerd thaller
08. 09. 2016 - 12. 08. 2016
die GLEISSHALLE,  ein konzertzyklus

Post City Linz, Ars Electronica 2016

idea/concept sam auinger
composed and performed by tamtam (sam auinger/hannes strobl),
including the compositional element of a tuning tube by O+A (bruce odland/sam auinger)
with:
artistic support  by katrinem and stefan weissenberger
technical support by thomas koch and gerd thaller

Imagine, a space starts to talk to you, but not with words and strings of meaning, instead in changing states and moods (by sound), you can sit, lay down or walk in it.

der raum ist das instrument ist der raum.
seiner spezifischen eigenheit , den klingenden, sprechenden und klanglichen qualitaeten gilt die aufmerksamkeit fuer diesen konzertzyklus.
eine reihe von konzerten, verschieden in dauer und zu wechselnden festivalzeiten, erzeugen vor ort einen klang-raum, der mit dem raum- und zeitempfinden der besucherInnen und der emotionalen wahrnehmbarkeit dieses raumes spielt.

das instrument / der raum
die gleishalle und ihre raumgestalt ist in ihrer erlebbarkeit im sinne der altagserfahrung aussergewoehnlich. es handelt sich um einen ehemaligen funktionsraum zur entladung und beladung von postsendungen für den transport auf der schiene. dieser industriellen aufgabe  ist die architektonische form und ihre materialität geschuldet. ihre raumlaenge von mehr als 200m  und ihre raumbreite von ca 50m bei weniger als 8 m raumhoehe bestimmen zwei ihrer grundsaetzlichen auditiven eigenheiten : eine hallzeit von ca. 6 sekunden und eine hoerbare topografie.

der zyklus
in der musik spricht man bei einer mehrteilige komposition mit sinnzusammenhang von einem zyklus. meist handelt es sich dabei um die variation eines themas.
die gleishalle mit ihren spezifischen auditiven qualitaeten ist unser thema.
das spezifische liegt in erster line in den ungewohnten raumproportionen, darin dass ein klangereignis sich in die breite und tiefe des raums verliert und nicht auch in die hoehe wie wir es von annaehernd vergleichbar grossen raeumen wie kathedralen (bp.: marien dom /linz) kennen.

die komposition
diese besonderen eigenschaften des raums in seiner architektur und materialitaet werden mit einem lautsprechersystem so in beziehung gesetzt, dass sich dafuer eine kompositionssprache entwickeln laesst, d.h.: eine moeglichkeit zu schaffen um klangereignisse so im raum zu organisieren, dass verschiedene raum-farben, raum-dichten, raum-tiefen, raum-bewegungen und raum-zustaende, stabil und instabil, auditiv erlebbar werden.

http://www.aec.at/radicalatoms/de/