dany scheffler
12. 05. 2005
das rad des glücks

bayerisches staatstheater marstall / münchen (D)

In ihrem Zimmer in einem Altersheim versteckt eine alte Frau ihre Enkelin, die kurz vor ihrer Niederkunft steht. Für die Alte ist die Geburt des Urenkels der letzte Triumph des Lebens über den Tod, der sie in ihrem Leben so oft bedroht hat: Als Zigeunerin ist sie in Auschwitz gewesen, hat das Lager überlebt und nach der Befreiung eine abenteuerliche Reise durch das sich auflösende Deutschland unternommen. Ihren Henkern, denen sie die größte Verachtung entgegen bringt, entkommt sie mit Klugheit, Witz und der Überzeugung, dass das Leben und das Überleben die deutlichste Antwort auf eine Welt sind, die sich auch nach dem Ende der Nazi-Herrschaft für eine wie sie nicht interessiert.

Regie: Werner Fritsch
Raum-Klang: Sam Auinger

Im Mittelpunkt des Glückrades liegt die Karte, die das Problem darstellt, nach dem der Ratsuchende fragt. Das kann sein: Krankheit, Heirat, Tod, Eifersucht, Feind, Treue oder Sehnsucht. Diese Karte wird vom Kartenleger vorab aus dem Kartenstapel herausgesucht und in die Mitte des Tisches gelegt. Nun zieht der/die Fragende zweimal sieben Karten, die jeweils in einem Halbkreis um die Problemkarte gelegt werden.
Der linke Halbkreis beleuchtet die Entwicklung, die zum Problem geführt hat, der rechte Halbkreis deutet an, was die Zukunft bringen wird. Diese Legeart kann auch ohnre große Übung verwendet werden; wesentlich ist, dass auch scheinbar unpassende Karten ihre Berechtigung haben. So kann die Karte „Offizier“ einen Beamten versinnbildlichen, die Karte „Verlust“ auch einen geschäftlichen Fehlschlag bedeuten. Es ist besonders auf die Kombinationen zu achten. (Bild wichtig)

Hörgewohneheiten=Denkgewohnheiten
Wir sprechen entweder von Musik oder von Lärm – dazwischen liegt der Kosmos der Klänge (Sam Auinger)